Lagerorganisation im Betrieb: Regalsysteme, Ordnungsprinzipien und praktische Tipps
Warum Lagerordnung direkt Geld spart
Ein unorganisiertes Lager ist teuer – nicht beim Einrichten, sondern im Betrieb.
Jede Minute Suchzeit, jede Fehlbestellung wegen unbekannter Restbestände und jeder Schaden durch falsche Lagerung addiert sich zum Jahresverlust.
Studien zeigen, dass Mitarbeiter in unorganisierten Lagern bis zu 30 % ihrer Arbeitszeit mit Suchen verbringen.
Gleichzeitig sind Lagerorganisationsprojekte im KMU-Bereich oft weniger aufwändig als befürchtet – mit klaren Prinzipien und den richtigen Hilfsmitteln.
Das richtige Regalsystem für Ihren Bedarf
Schwerlastregal
Schwerlastregal ist die vielseitigste Lösung für gewerbliche Lager, Werkstätten und Produktionsbetriebe.
Typische Traglast: 200–500 kg pro Ebene.
Vorteile: modular erweiterbar, höhenverstellbare Ebenen, hohe Langlebigkeit.
Achten Sie auf geprüfte Systeme mit EN-Norm-Konformität und stellen Sie sicher,
dass das Regal nach Montage ausgedübelt und gesichert ist.
Weitspannregal
Für sperrige oder auf Paletten angelieferte Waren ist das Weitspannregal die richtige Wahl.
Es verfügt über größere Fachbreiten und ist für Traglasten bis 1.000 kg je Ebene ausgelegt.
Kleinteilelager (Sichtlagerboxen)
Für Schrauben, Werkzeug, Verbrauchsmaterial und Ersatzteile sind offene Sichtlagerboxensysteme ideal.
Sie ermöglichen sofortigen Überblick, sind stapelbar und können einfach erweitert werden.
Büroregal und Archivlösung
Für Ordner, Akten und Dokumentenboxen gelten andere Anforderungen:
geringere Traglast, aber oft hohe Stelldichte.
DIN-A4-Ordner haben eine Breite von 8 cm (Schmalordner) oder 10 cm (Standardordner) – dies beim Regalmaß einplanen.
Ordnungsprinzipien: Wie Sie Ihr Lager dauerhaft strukturiert halten
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FIFO-Prinzip (First In, First Out): Ältere Bestände vorne, neue hinten einlagern – besonders wichtig für verderbliche oder zeitkritische Materialien
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ABC-Analyse: A-Güter (häufig gebraucht) griffbereit und ergonomisch lagern, C-Güter weiter entfernt
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Feste Stellplätze und Beschriftung: Jeder Artikel hat einen fixen Platz – kein kurzes Abstellen irgendwo
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Bestandsgrenzen definieren: Min- und Max-Mengen sichtbar markieren, damit Nachbestellbedarf sofort erkennbar ist
Beschriftung und Visualisierung
Beschriftungssysteme sind eine der günstigsten und wirksamsten Maßnahmen für ein ordentliches Lager.
Professionelle Beschriftungsgeräte erstellen laminierte, schmutz- und wasserfeste Etiketten – deutlich haltbarer als handgeschriebene Zettel.
Ergänzend helfen Bodenmarkierungen (Klebeband oder Farbe) für Verkehrswege, Gefahrenbereiche und Stellplätze.
Regelsicherheit: Was der Arbeitgeber wissen muss
Regale im gewerblichen Umfeld unterliegen der DGUV Information 208-043 (Lagereinrichtungen und -geräte).
Sie schreibt regelmäßige Sichtprüfungen durch den Nutzer und mindestens einmal jährlich eine sachkundige Inspektion vor.
Beschädigte Regale sind sofort zu sperren und zu reparieren.
Fazit
Eine professionelle Lagerorganisation spart Zeit, reduziert Fehler und verbessert die Produktivität im täglichen Betrieb.
Unternehmen profitieren von:
- geringeren Suchzeiten
- besserer Bestandsübersicht
- höherer Arbeitssicherheit
- effizienteren Lagerprozessen
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